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23. Mai 2017
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Mobile Medien gewinnbringend einsetzen

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„Mobile Medien gewinnbringend einsetzen“

Ministerin im Staatsministerium Silke Krebs beim zentralen Auftakt der regionalen Medienkompetenztage am 19.11.2012 im Bürgerhaus Seepark Freiburg

Stuttgart/Freiburg. „Mobile Medien sind unersetzlicher Bestandteil des Alltags vieler Kinder und Jugendlicher geworden. Die neuen Medien bieten uns allen eine Fülle an Chancen, die wir gewinnbringend nutzen sollten. Dies gelingt jedoch nur, wenn wir uns gleichzeitig ihrer Risiken bewusst sind und uns vor diesen kompetent schützen können“, sagte die Ministerin im Staatsministerium, Silke Krebs, bei der zentralen Auftaktveranstaltung der regionalen Medienkompetenztage in Freiburg. Diese Fachtagung im Rahmen der Initiative Kindermedienland zeigte aktuelle Entwicklungen der mobilen Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen auf und bot Anregungen zur Förderung einer umfassenden Medienkompetenz in einer digitalisierten Gesellschaft. An der Veranstaltung im Bürgerhaus Seepark nahmen rund 200 Erzieherinnen und Erzieher, Lehrkräfte und pädagogisch Interessierte aus ganz Baden-Württemberg teil.



Kinder und Jugendliche wachsen heute in einer digitalisierten Gesellschaft auf. Der Umgang mit mobilen Geräten ist für sie bereits selbstverständlich und Smartphones, Tablets & Co. sind mo-bile Wegbegleiter geworden. „Um diese Lebenswirklichkeit der Kinder kompetent begleiten und ihnen die notwendige Orientierung geben zu können, muss Medienbildung im schulischen und außerschulischen Bereich gerade in Bezug auf die digitalen Medien einen besonderen Stellenwert erhalten“, betonte Wolfgang Kraft, Direktor des Landesmedienzentrums Baden-Württemberg (LMZ). „Daher rückt der heutige Fachtag Fragen rund um die mobilen Medien in den Mittelpunkt, etwa: Wie hat sich die Gesellschaft durch die Nutzung mobiler Geräte verän-dert? Welche Auswirkungen hat dies auf Bildung und die Vermittlung von Medienkompetenz? Welche Chancen liegen in der Nutzung digitaler Medien? Wie wird die Zukunft der Medienbildung aussehen?“, so Wolfgang Kraft weiter. „Uns erreichen zahlreiche Anfragen aus Schulen, wie sie Medienbildung zum Beispiel zu mobiler Kommunikation sinnvoll in den Unterricht integrieren können. Diese Fachtagung bietet hierfür viele Anregungen“, freute sich Sebastian Lorenz, Leiter des Kreismedienzentrums Freiburg. Das LMZ hat gemeinsam mit dem Kreismedienzentrum Freiburg die Fachtagung organisiert.

Prof. Dr. Thomas Döbler von der Macromedia Hochschule für Kommunikation und Medien in Stuttgart fächerte in seinem Vortrag am Vormittag die derzeitigen mediengestützten Mobilitätsanforderungen an die Menschen auf. Mobilkommunikation erhöhe natürlich die Möglichkeiten der sozialen Beziehungspflege, des ‚Beziehungsmanagements‘ und mindere die Mühen zunehmend aufwändiger werdender kommunikativer Abstimmungen in der mobilen Gesellschaft. Gleichzeitig aber beschleunige Mobilkommunikation die Mobilität selbst weiter, sodass letztlich auch die Notwendigkeiten, umfassend und häufig zu kommunizieren, weiter zunehme. „Wer nicht teilnimmt, droht zum sozialen Außenseiter zu werden. Immer und überall erreichbar sein, ist unabdingbar geworden“, so Professor Döbler.

Prof. Dr. Angela Tillmann betonte in ihrem Vortrag, dass „Kindheit einem stetigen sozialen und kulturellen Wandel unterliegt, der in den letzten Jahren immer stärker durch digitale, multifunktionale Medien vorangetrieben wird.“ Das stete Anwachsen des Medienangebots für Kinder und die zunehmende Durchdringung aller Lebensbereiche mit Medien habe sowohl die Rahmenbedingungen des Aufwachsens als auch die damit verbundenen Chancen und Risiken im Ver-gleich zur Elterngeneration deutlich verändert. „Kinder bewegen sich heute in konvergenten Mediennetzen. Auf diese Veränderungen müssen sich Schule ebenso wie Jugendarbeit und andere Bildungseinrichtungen einstellen“, forderte Prof. Dr. Tillmann.

Am Nachmittag hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, an einem von vier Fachforen zu den Themen Bildung in der digitalen Gesellschaft, Smartphones, Tablets, geodaten-gestütztes Online-Arbeiten teilzunehmen.

Regionale Medienkompetenztage

Die regionalen Medienkompetenztage sind Bestandteil der vom Staatsministerium Baden-Württemberg ins Leben gerufenen Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg. Sie unterstützen Pädagoginnen und Pädagogen beim Umgang mit Medien sowie bei der Bildungs- und Erziehungsarbeit und geben inhaltliche Anregungen. Das Landesmedienzentrum Baden-Württemberg (LMZ) organisiert die Medienkompetenztage jedes Jahr gemeinsam mit den etwa 60 Stadt- und Kreismedienzentren. Dabei werden vor Ort aktuelle Fragestellungen aus dem Bereich der Medienbildung aufgegriffen, Modelle und Projekte aus der Praxis vorgestellt und regionale Netzwerke gestärkt.

Die Auftaktveranstaltung in Freiburg wurde gemeinsam mit dem Kreismedienzentrum Freiburg organisiert. Ausgehend von ihr finden nun landesweit Regionale Medienkompetenztage unter dem Motto „Mobil unterwegs im Kindermedienland“ statt.




Informationen zur Initiative Kindermedienland Baden-Württemberg
Der qualifizierte und eigenverantwortliche Umgang mit Medien ist für Kinder und Jugendliche heute eine Schlüsselqualifikation für den späteren Erfolg in Beruf und Gesellschaft und unabdingbare Voraussetzung für ihr späteres berufliches Leben. Deshalb hat die Landesregierung in Kooperation mit der Landesanstalt für Kommunikation (LFK), dem SWR, dem Landesmedienzentrum (LMZ) und der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg (MFG) das „Kindermedienland Baden-Württemberg“ ins Leben gerufen. Mit dieser landesweiten Medienkompetenz-Initiative werden die zahlreichen Projekte, Aktivitäten und Akteure im Land gebündelt, vernetzt, ergänzt sowie eine breite öffentliche Aufmerksamkeit für das Thema Medienbildung und -erziehung geschaffen. Im Internetportal www.kindermedienland-bw.de finden Eltern, Erziehungsverantwortliche und Lehrkräfte einen umfassenden Überblick über das engmaschige Netz an kompetenten Ansprechpartnern und Aktivitäten im Kindermedienland Baden-Württemberg.
 

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