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Donnerstag
21. Sep 2017
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Alle Menschen von vorne herein mit einbeziehen

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Hubert Hüppe beim BSK:  "Alle Menschen von vorne herein mit einbeziehen"

Christian von Stetten, Hubert Hüppe und Karl FinkeKrautheim.(bsk-pr) Als „Spiegel aktiver Behindertenpolitik in Deutschland“ wertete Karl Finke, BSK-Vorstandsmitglied und Behindertenbeauftragter in Niedersachsen, gleich zu Beginn seiner Moderation die Krautheimer Gespräche „BSK im Dialog“ im Eduard-Knoll-Wohnzentrum in Krautheim.

Gäste waren Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen, Christian von Stetten, MdB und Vorstandsmitglied der CDU/CSU-Bundestags-fraktion sowie Kommunalpolitiker aller Parteien und Verbandsvertreter aus dem Hohenlohekreis. Arbeits- und Gesundheitspolitik für Menschen mit Behinderung, barrierefreie Standards, die Umsetzung der UN-Konvention sowie die Situation der Heil- und Hilfsmittelversorgung waren die zentralen Themen der Veranstaltung.

Hüppes vorrangiges Ziel in seiner neuen Funktion ist die Erstellung eines Aktionsplanes, der die Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensphasen sicherstellt. „Inklusion bedeutet, alle Menschen von vorne herein mit einzubeziehen“, so Hüppe. Er will sich dafür einsetzen, dass auf Bundesebene ein Beirat gegründet wird, in dem mehrheitlich betroffene Menschen sitzen.

„Wir leisten 100 Prozent und erhalten dafür weniger als 1 Euro Stundenlohn“, kritisierte Birgit Gotthardt, Bewohnervertreterin im EKWZ die finanzielle Situation der WfB-Mitarbeiter durch die Abführung des Heimkostenbeitrags. Keine Alternative sieht Hüppe durch die Inanspruchnahme des persönlichen Budgets und die Informationspolitik über Integrationsprogramme in Deutschland: „Das ist viel zu kompliziert und unübersichtlich. Für WfB-Mitarbeiter muss es einfache Alternativen geben, die einen Wechsel auf den ersten Arbeitsmarkt ermöglichen“.

Nach Ansicht von Christian von Stetten sollen sich die Verbände als Interessenvertreter der betroffenen Menschen künftig auch stärker in die Diskussion über eine Reform des Hartz IV einbringen. „Es ist nicht das Ziel die Hartz IV-Sätze zu senken, sondern zu prüfen, wer überhaupt noch Leistungen aus Hartz IV bekommen soll“, betonte er.

Als Auftakt der diesjährigen 5.Mai-Aktionen im Rahmen des Europäischen Protesttages zur Gleichstellung behinderter Menschen forderte Karl Finke die Podiumsteilnehmer abschließend auf, ihre Vorstellungen zum Thema Inklusion auf dem Kampagneplakat der Aktion Mensch bildlich festzuhalten.

 

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