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30. Mai 2017
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Weiterbildung nutzen – Fachkräfte sichern

Stuttgart. Südwestmetall und Wissenschaftsministerium wollen den Dialog zwischen Wissenschaft und Wirtschaft zum Ausbau und zur Stärkung von Weiterbildungsangeboten intensivieren. Am Freitag wurde dazu die Forenreihe HOCHSCHULEWIRTSCHAFT unter dem Titel „Weiterbildung nutzen – Fachkräfte in Baden-Württemberg sichern“ in Freiburg gestartet.


„Ziel des Dialogs ist es, die Bedingungen für eine erfolgreiche akademische Weiterbildung an unseren Hochschulen zu verbessern. Wer könnte besser in der Lage sein, lebenslanges Lernen und berufliche Weiterqualifizierung für die Menschen zu ermöglichen, als unsere Hochschulen“, sagt Ministerin Theresia Bauer.

Im Zeitraum von Mai 2014 bis Mai 2015 soll in insgesamt fünf Regionalforen in Freiburg, Ulm, Mannheim, Überlingen und Stuttgart ein flächendeckendes Angebot für den Austausch zwischen Hochschulen und Unternehmen geschaffen werden. „Wir setzen damit auch einen Impuls für eine Fortsetzung und Verankerung dieser Art des regionalen Austausches“, sagte Südwestmetall-Vorstandsmitglied Karl Schäuble, Vorsitzender des Bildungswerks der baden-württembergischen Wirtschaft, bei der Auftaktveranstaltung.

Die Betriebe im Land benötigten qualifizierte Hochschulabsolventen, um ihre führende internationale Wettbewerbsposition halten und ausbauen zu können. Der technische und technologische Wandel, kürzere Innovationszyklen, die wachsende Internationalisierung, aber auch der demografische Wandel machten dafür aber längere Lebensarbeits- und Lernzeiten sowie eine engere Verzahnung von beruflicher Praxis und (hochschulischer) Weiterbildung erforderlich. „Das Netzwerk HOCHSCHULEWIRTSCHAFT mit seinen Servicestellen und den Regionalforen soll hier Transparenz und Austausch fördern und als Scharnier zwischen Hochschulen und Wirtschaft dienen“, sagte Schäuble.

Für Ministerin Theresia Bauer fügt sich die Forenreihe ideal in die neue Bildungsstrategie der Landesregierung ein, die sich durch insgesamt vier Bausteine auszeichnet:

  • Vor dem Start: Verbesserung von Studienberatung und -orientierung. Ziel ist, dass Schülerinnen und Schüler Studienfächer und Hochschulart wählen, deren Inhalte und Profile zu ihren individuellen Zielen und Voraussetzungen passen.
  • Für einen guten Start: Studienerfolg durch passgenaue Angebote, die den unterschiedlichen Bedürfnissen der Studierenden entsprechen und mit innovativen Lehrformaten zum Lernerfolg führen (z.B. Studieren in unterschiedlichen Geschwindigkeiten).
  • Neustart: Aus Abbrüchen Anschlüsse machen. Aus Studienabbrüchen sollen keine Sackgassen, sondern Anschlüsse werden, die den Studierenden neue Möglichkeiten eröffnen. Dazu erarbeitet das Wissenschaftsministerium derzeit mit Wirtschaftsverbänden das Programm „Bildungsweichen“. Dabei geht es darum, potentielle Studienabbrecher individuell zu beraten und durch Anrechnungsmöglichkeiten den Übergang in die berufliche Bildung zu erleichtern.
  • Durchstarten: Die Hochschulen als Ort der Weiterbildung stärken. Der vierte Baustein stärkt die Rolle der Hochschulen im Bereich der wissenschaftlichen Weiterbildung. Durch Gesetzesinitiativen des Wissenschaftsministeriums ist der Zugang beruflich Qualifizierter an die Hochschulen erleichtert worden. Auch wurde es den Hochschulen ermöglicht, Weiterbildungsangebote, die zuvor ausgelagert worden waren, in den Normalbetrieb einzubringen. Die Maßnahmen sollen die Durchlässigkeit zwischen Beruf, beruflicher Bildung und Studium verbessern.


(Zum Eckpunktepapier)

„Die Hochschulen sollen Knotenpunkte für individuelle Bildungswege sein“, sagt Bauer. „Auch für diejenigen, die den Weg der dualen Ausbildung gehen, gewinnen die Hochschulen deshalb an Bedeutung - als Ort der akademischen Weiterqualifizierung.“

Wichtig werde die Weiterbildung, die berufliche Fertigkeiten mit akademischen Zusatzqualifikationen verbindet. Es werde sich in Zukunft immer weniger die Frage „Studium oder berufliche Bildung“ stellen. Es gehe im Gegenteil darum, Hochschulen und berufliche Bildung zusammen zu denken.

Auf dem ersten Regionalforum in Freiburg wurde auch ein Preis für wissenschaftliche Weiterbildung ausgelobt. Die mit insgesamt 30.000 Euro dotierte Auszeichnung in drei Kategorien wird erstmals Anfang 2015 vergeben. Prämiert werden erfolgreich etablierte Kontaktstudiengänge, erfolgreiche berufsbegleitende Studiengänge sowie die besonders gelungene Integration wissenschaftlicher Weiterbildung in der Personalentwicklung von Unternehmen. „Damit sollen die zahlreichen Initiativen und Weiterbildungseinrichtungen motiviert werden, Neues zu wagen und sich zu präsentieren“, sagte Schäuble.

Die nächsten Termine:

06.10.2014 Regionalforum in Ulm
20.11.2014 Regionalforum in Mannheim
06.02.2014 Regionalforum in Überlingen
08.05.2014 Regionalforum in Stuttgart - Verleihung Weiterbildungspreis Baden-Württemberg HOCHSCHULEWIRTSCHAFT

 

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