Berlin Press

Samstag
25. Mai 2019
Home Gesundheit Zwangsstörungen - Kostenloser Rat vom Experten

Zwangsstörungen - Kostenloser Rat vom Experten

Auf ihrer Internetseite bietet die BKK Gildemeister Seidensticker am Dienstag, den 31. Oktober 2006 ab 20:00 Uhr einen kostenlosen Expertenchat zum Thema "Zwangsstörungen - wenn Zwänge das Leben beherrschen" an.

Jeder Mensch hat seine Rituale und Eigenarten, wenn es um Dinge wie Zählen, Prüfen oder Kontrollieren geht. Handlungen wie wiederholtes Nachzählen von Bargeld nach Kontoabhebungen, Kontrolle geschlossener Fenster oder auch die Verwendung "magischer" Zahlen, z.B. beim Lottospielen, helfen vielen Menschen, ihren Alltag zu strukturieren. Eine einmalige Kontrolle bzw. Wiederholung reicht den meisten Menschen dabei aus, um Sicherheit zu gewinnen und sich wieder anderen Tätigkeiten zuzuwenden. Anders verhält es sich bei den circa ein bis zwei Prozent der Menschen, die unter einer Zwangsstörung leiden. Bei diesen Menschen stellt sich diese Sicherheit nicht ein, so dass sie Gedanken und Handlungen ständig wiederholen müssen, ohne jedoch jemals zu einem dauerhaft befriedigendem Ergebnis zu kommen.

Bei den Zwangsstörungen stehen zumeist Themen wie Verunreinigung oder Schuld im Vordergrund. Typische Zwangshandlungen können Kontroll-, Reinigungs-, Ordnungs-, Wiederholungs- und Aufbewahrungszwänge sein.

Zwangsstörungen lassen sich heute mit sehr guten Heilungsaussichten behandeln. Die besten Ergebnisse weist dabei die Kognitive Verhaltenstherapie auf. Die Betroffenen werden dabei, nach entsprechender Vorbereitung, in Situationen gebracht, die normalerweise Zwangshandlungen oder -gedanken auslösen. Dabei werden Bedingungen geschaffen, die eine Ausführung der Zwänge unmöglich machen, so dass dadurch ein Umlernen und eine Verhaltensänderung erreicht werden.

Trotz guter Therapiechancen dauert es oft sehr lange, bis Betroffene eine Besserung ihrer Zwangsstörung erfahren. Ursache ist meist ein jahrelanger Anpassungsprozess, durch den Betroffene ihre Zwänge in den Alltag integrieren und ihr familiäres und soziales Umfeld als Akteure einbauen.

Wie man solche Zwangsgedanken und -handlungen heute erkennen und behandeln kann, ist Thema des Expertenchats am 31. Oktober 2006 mit Herrn Dipl.-Psych. Thomas Hillebrand, niedergelassener Psychologischer Psychotherapeut.

Teilnehmen kann jeder Interessierte kostenlos unter www.gesundesvertrauen.de, Rubrik Ratgeber.
 

Anzeigen