Berlin Press

Freitag
24. Nov 2017
Home Gesundheit Behandlungsverfahren der Zukunft im Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn

Behandlungsverfahren der Zukunft im Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn

Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn setzt bei Wirbelsäulenoperationen auf innovative Roboter-Technologie

Das innovative Roboter-System RenaissanceTM von Mazor Robotics unterstützt die Ärzte bei Wirbelsäulenverschraubungs-Operationen.

Die beiden Wirbelsäulenchirurgen Dr. Gregory Köppen und Dr. Carsten Schneekloth mit dem Roboter (grün leuchtendes Gerät) an einem Modell der WirbelsäuleDas Brüderkrankenaus St. Josef Paderborn baut seine Expertise als überregionales Kompetenzzentrum im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie weiter aus. Das innovative Roboter-System RenaissanceTM von Mazor Robotics unterstützt die Ärzte bei Wirbelsäulenverschraubungs-Operationen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Patientensicherheit. Im Rahmen eines Pressegesprächs erklärten die beiden Chefärzte Dr. Gregory Köppen und Dr. Carsten Schneekloth, für welche Patienten eine Roboter-assistierte Operation in Frage kommt, gaben Einblicke in die Durchführung einer Roboter-assistierten Operation und erklärten die Vorteile für die Patienten.


Das Brüderkrankenhaus ist die einzige Klinik in NRW und eine von insgesamt vier in Deutschland, die über das Roboter-System RenaissanceTM verfügt. Es ermöglicht eine dreidimensionale Planung des Eingriffs vorab am Computer und unterstützt während des Eingriffs bei der Bewegungsführung. Die Operation selbst wird auch weiterhin von einem Wirbelsäulenchirurgen durchgeführt. "Mit der Kombination aus technischer Präzision und unserer ärztlichen Kompetenz, unserer Erfahrung und unserem Fachwissen können wir dem Patienten ein Höchstmaß an Sicherheit bieten", so Dr. Köppen.

Mehr Präzision bei Roboter-unterstützten Eingriffen
"Für die Patienten bringt das eine ganze Reihe von Vorteilen. So können beispielsweise mehr Eingriffe minimal-invasiv, also durch kleine Hautschnitte durchgeführt werden. Zudem ist eine exaktere Platzierung während der Operation benötigter Implantate möglich", erklärt Dr. Schneekloth. Die Patienten verlieren so während der Operation weniger Blut. Komplikationen und Schmerzen nach der Operation können stark reduziert werden. Auch die Röntgenzeit während des Eingriffs und damit die Strahlenbelastung kann erheblich gesenkt werden. Durch die insgesamt geringere Belastung sind kürzere Krankenhausaufenthalte möglich und die Patienten sind früher wieder fit für ihren Alltag. Von den Vorteilen der neuen Technologie können alle Patienten profitieren, die sich einer Wirbelsäulenverschraubungs-Operation unterziehen.

Eine Investition in die Patientensicherheit
Die Anschaffung des Geräts selbst und auch die regelmäßige Wartung durch hochqualifizierte Fachkräfte bedeuten für das Sankt Josef Krankenhaus einen hohen finanziellen Aufwand. "Wir haben uns bewusst für die Investition in den Roboter entschieden, weil wir unseren Patienten die bestmögliche Versorgungsqualität bieten möchten. Und die Zufriedenheit unserer Patienten ist ein wichtiges Kriterium für den Erfolg unserer Klinik", führte der stellvertretende Kaufmännische Direktor der Klinik, Markus Illigens, aus.

Informationsmaterial für Patienten und Ärzte
Betroffenen bietet die neue Website www.wirbelsäulenverschraubung.de ein umfangreiches Informationsangebot rund um das Behandlungsverfahren, den Verlauf der Operation mit RenaissanceTM sowie zur Nachsorge. Zuweisende Ärzte erhalten vom Brüderkrankenhaus St. Josef Paderborn eine Broschüre mit allen relevanten Details.

Die Wirbelsäulenverschraubungs-Operation
Als Wirbelsäulenverschraubung-Operation (Spondylodese) bezeichnet man einen operativen Eingriff im Bereich der Hals-, Brust- oder Lendenwirbelsäule, bei dem zwei oder mehr Wirbelkörper mit Schrauben und Stäben verbunden und dadurch vorübergehend oder dauerhaft versteift werden. Eine Versteifung der Wirbelsäule kann beispielsweise bei Wirbelgleiten oder nach Wirbelbrüchen erforderlich sein.

FOTO: Die beiden Wirbelsäulenchirurgen Dr. Gregory Köppen und Dr. Carsten Schneekloth mit dem Roboter (grün leuchtendes Gerät) an einem Modell der Wirbelsäule. © Paderborner Zeitung

 

Anzeigen

Domizilsuche