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20. Mai 2019
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Ausstellung „Antirassismus-Kalender 2012“ im Bürener Rathaus eröffnet

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Antirassismus-Kalender 2012Büren. Am vergangenen Dienstag (10.01.2012) wurde die Fotoausstellung „Antirassismus-Kalender 2012“ im Bürener Rathaus eröffnet. Bürgermeister Schwuchow freute sich, neben den Mitwirkenden auch zahlreiche Interessierte begrüßen zu dürfen und gratulierte den Verantwortlichen zu dem aufweckenden Kalender.
„Ich hoffe, dass der Kalender möglichst viele Menschen durch das Jahr 2012 begleitet und zum Nachdenken anregt“

Über sechs Monate haben sich sechs Jungen im Alter von 13 bis 16 Jahren aus den Paderborner Stadtteilen Kaukenberg und Stadtheide mit dem Thema Vorurteile, Diskriminierung und Ausgrenzung auseinandergesetzt. Bei der Entwicklung des Kalenders wurden sie, neben dem Fotografen Juan Zamalea, von den Herausgebern begleitet – der Integrationsagentur der Diakonie Paderborn-Höxter e.V. auf dem Kaukenberg, dem Kinder- und Jugendtreff „Arche“ im Matthäus-Bezirk sowie dem Amt für Jugendarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn. Volker Kohlschmidt, Leiter des Amtes für Jugendarbeit im Evangelischen Kirchenkreis Paderborn, gab zwar zu, zuerst von den Jugendlichen etwas überrumpelt gewesen zu sein, dann aber schnell von deren Eigeninitiative und Kreativität bei der Motivsuche begeistert gewesen ist.

Nahe gebracht wurde den Jungs das Thema Rassismus unter anderem durch eine Führung mit Volker Kohlschmidt, der auch Fachkraft für Rechtsextremismus ist, im Kreismuseum Wewelsburg mit seinen Zeugnissen aus der Zeit des Nationalsozialismus. Kirsten Akermann, Swetlana Maurer (beide Arche) und Christina Vetter (Integrationsagentur der Diakonie Paderborn-Höxter e.V.) haben mit den Jugendlichen zudem eine Umfrage in der Paderborner Innenstadt durchgeführt. "Was verbinden Sie mit Rassismus?", wurden die Passanten gefragt. Dabei trugen die Jungen selbst gestaltete T-Shirts mit der Aufschrift "Anti-Rassismus – Ich bin gegen Rassismus".

„Wir möchten mit dem Projekt bei den Jugendlichen ein Bewusstsein für das Wahrnehmen von Rassismus schaffen“ betonte Volker Kohlschmidt. Das Ergebnis ist überaus gelungen: Die phantasievollen Motive im A-3-Format mit Titeln wie „Aneinander vorbei“, „Hinschauen“, „Mobbing“, „Mundtot“ oder „Unterdrückung“ regen zum Nachdenken an. Für acht Euro ist der Kalender im Bürgerbüro Büren, im Kreismuseum Wewelsburg sowie in den Redaktionen „Westfälisches Volksblatt“ und „Neue Westfälische“ erhältlich.

Die großformatigen schwarz-weiß Fotografien, können vom 11. Januar 2012 bis zum 10. Februar 2012 zu den Öffnungszeiten des Bürener Rathauses besichtigt werden. (Mo.-Fr. 08:30-12:00 Uhr, Mo.-Do. 14:00-16:00 Uhr).

FOTO:

Von hinten links: Volker Kohlschmidt, Kirsten Akermann, Christina Vetter, Florian Eickmeyer, Patrick Canak , Bürgermeister Burkhard Schwuchow, Swetlana Maurer Von vorne links: Aaron Kojm, Nico Kosellek, Malte Pöhler, Pascal Funke und Juan Zamalea
 

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