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26. Mai 2019
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37 Jahre Rockmusik im Zeichen der Kuh

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37. Stemweder Open Air Festival 16. / 17. August 2013
Stemwede-Haldem, Ilweder Wäldchen

doctor krapulaMinden-Lübbecke. Alle Jahre wieder lädt das „Umsonst & Draussen Urgestein“ im Zeichen der Kuh zum Stelldichein. Bereits zum 37. Mal gibt es jetzt das Stemweder Open Air Festival in Stemwede-Haldem im Norden von NRW. 1976 aus der Taufe gehoben, wird dieses Jahr am 16. und 17. August die 37. Auflage des Stemweder Open Air, eines der größten deutschen „Umsonst & Draußen Festivals“ gefeiert. So wird auch 2013 die Erfolgsgeschichte des Festivals fortgesetzt und im Vertrauen auf ein sicheres Line-up Händchen dürften sich ganze Heerscharen auf den Weg nach Stemwede machen.


Neben der Musik auf zwei Bühnen hat sich das muntere Treiben auf dem Festivalgelände – zwischen Verkaufsständen, dem DJ-Zelt, der Chill-Out-Area „Sonnensystem“, Kleinkunst und allgemeiner Party – in seiner lebhaften Festivalkultur zu einer Hauptattraktion des Events entwickelt. Das Ganze wird dann auch regelmäßig bestens vertont, denn schon in der Vergangenheit bewiesen die Veranstalter Geschmack und Vorausblick. Konnte man doch Bands wie Sportfreunde Stiller, Beatsteaks, Donots, La Vela Puerca, Slime oder Die Happy auf der Bühne in Stemwede erleben.

Die Vorbereitungen für das diesjährige Festival laufen bereits auf Hochtouren und die Abteilung Booking hat ihre Hausaufgaben gemacht. Neben einer bunten Mischung aus Indie, Ska, Rock, Punk und allem was sonst noch gefällt, stehen auch dieses Jahr wieder einige Highlights auf der Bühne. Zugesagt haben diesmal „SDP“, die Hip Hop, Rock und Pop spielen, „Eläkeläiset“ aus Finnland mit Humppa, „The Casualties“, die Skate-Punk-Legende aus New York, die kolumbischen „Doktor Krapula“ mit einer charakteristischen Mischung aus Ska, Latin Rock und Mestizo und „Gasmac Gilmore“ aus Wien, die mit ihrem Balkan-Rock, Folk und Ska schon als legendär gelten. Daneben gibt es auf der Wiesenbühne wieder ein hochkarätiges Newcomerprogramm. „The Hirsch Effekt“ aus Hannover verbinden Indie-Rock mit Progressive Metal und sind live ein richtiger Renner. Bei „Igenious Rascals“ dem Münsteraner Singer-/Songwriter Gespann gibt es einen satten Sound, der die Herzen von Rockfans und Schwiegermütter gleichermaßen berührt und „Razzmazztazz“ laden zu einer fetten Funk und Ska-Party ein.

Während andere Künstler sich seit Jahren die Finger wund spielen, haben Vincent und Dag von „SDP“ (Stonedeafproduction) es sich gemütlich gemacht und feilen an ihren künstlerisch wertvollen Songs, trinken Tee und produzieren Hit-CDs in Reihe. Die bekannteste unbekannte Band der Welt! Seit 10 Jahren im Clinch mit der Musikindustrie haben SDP es geschafft, sich mit ihren kreativen, ironischen Texten und stilistischen Amokläufen eine eigene Nische in der deutschen Musiklandschaft zu erobern. 2013 füllen SDP auf ihrer ausverkauften (!) Tour durch Deutschland große Hallen – im August füllen sie den Platz vor der Waldbühne!

Es ist ja eine unbestrittene Tatsache, dass alle Rock-, Pop- oder sonstigen Klassiker in ihrer finnischsprachigen Humppa-Version gespielt erst so richtig gut klingen! „Eläkeläiset“ sind in ihrer Heimat eine Institution, Kult und echte Stars. Humppa auf die Ohren – das klingt wie eine Art finnische Polka, mal schneller, mal langsamer, immer eingeleitet von einem knappen, knallharten Schlagzeug-Intro.

Die New Yorker um Sänger Jorge folgen seit 1990 der Tradition des englischen Punks der frühen 1980er. Spielten „The Casualties“ zu Beginn schon mal vor nur zehn Leuten (und betrachteten das als Erfolg!), gelten sie heute als eine der weltweit bekanntesten Punkbands. Ehrlicher High-Octane Streetpunk mit Tempo, Härte und hymnenhaften Ohrwurm-Parolen.

„Doctor Krapula“ stehen in guter Tradition von ehemaligen „Stemweder-Bands“ wie Panteón Rococó, Karamelo Santo oder La Vela Puerca. In ihrer Heimat Kolumbien haben sich „Doctor Krapula“ bereits mit ihrer größten Show vor 280.000 (!) Fans fast schon unsterblich gemacht. Aber auch über die Grenzen des Landes hinaus, sind sie in Lateinamerika eine der ganz Großen.

Seit 2003 führen „Gasmac Gilmore“ ihr Publikum quer durch die unterschiedlichsten Musikspektren. Die vier Wiener schlagen Brücken zwischen sanften Balladen und hemmungslosem Balkanrock. Im Ergebnis vereinen sich hier tanzbarer Balkanpunk, Klezmer, Rock, Metal und Ska mit Instrumenten wie Mandoline, Akkordeon, Posaune, Geige und Cello. This is a „System of a Ska“!

 

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