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25. Mai 2019
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Trauerspiel um Bonner Bäder

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Bonner Stadtrat und Verwaltung „veräppeln“ Bonner Bürger?

Bonn. Der Verdacht liegt nahe, zumindest was die Bonner Bäder betrifft. Derzeit werden - sollen - 2.500 Bonner Bürger telefonisch befragt werden, für welches Bädermodell sie sich entscheiden möchten. "Wollt Ihr alle Bäder behalten? Dann müßt Ihr mehr bezahlen! Ihr wollt nicht mehr bezahlen? Welches Bad soll geschlossen werden?

 


Frank Baumgarten, Vorsitzender von GUT-NASS fragt: "Sollte nicht bereits mit dem Erlös aus dem Viktoriabad Geld für die Sanierung anderer Bäder frei werden? Es ist bereits ein Bad geschlossen worden! Reicht das? Nein! "Wenn Einsparungen her müssen, dann setzt bei Politikern offenbar das Hirn für Blicke über den Tellerrand aus. Es werden so unqualifizierte Vorschläge unterbreitet, wie das einzige Kombibad auf dem Hardtberg zu schließen, und dann wundern sich Herr Haerling von der CDU und Herr Beu von den Grünen, dass anderenorts die Bädersituation aufgrund von Kombibädern entspannter ist. Traue keiner Statistik, die "Du" nicht selber gefälscht hast! Wird wirklich ein Bad geschlossen oder entscheiden sich die anonymen Telefonbonner für "mehr" bezahlen? Gut, dass die Bundestagswahl wohl noch in die Freibadzeit fallen wird und die Entscheidung erst danach, wenn die Abrechnung wahrscheinlich wieder katastrophal sein wird, gefällt werden braucht - bis dahin hat das brave Wahlvolk bereits wieder "richtig" gewählt. Zumindest 50 Prozent werden wohl wieder wählen gehen. Dann brauchte sich im Vorfeld, zu dem Thema, kein Politiker der namhaften Splitterparteien eine "blutige Nase" holen und sich Sorgen um sein Pöstchen machen.

60 Mio. Euro wurden spontan für das WCCB locker gemacht. Wo steht diese Gelddruckmaschine? Seit 30 Jahren ist kein Geld für die Bäder übrig, geschweige innovative Intellegenz. Wozu werden kostspielige und überflüssige Integrationspöstchen aus dem Boden gestampft, wenn doch Sport von jeher der beste Integrationsmotor war?

Baumgarten, von GUT-NASS, bot bereits mehrfach seine Erfahrung, bis auf seine Auslagen, kostenlos an. "Wir haben sogar die Vertreter des Sportausschusses der CDU, Linke, Grüne und der SPD angerufen und auf unsere Ausarbeitung hingewiesen. Angetan waren die Damen und Herren - bis sie den Hörer auflegten. Die einzigen aufgeschlossenen Gesprächspartner mit guten Beiträgen fanden wir beim Bürger Bund Bonn und dem Stadtratmitglied von pro-NRW.

Bonn könnte schon längst eine Vorzeigestadt im Bereich Sporttourismus sein, wo Geld in die Kassen fließt. Ein solcher Prozess dauert erfahrungsgemäß 10 Jahre. Bonns Startposition befindet sich derzeit eher im 14. Jahrhundert gepaart mit dem Talent, lieber ein wertvolles Potential verrotten zu lassen und in Rechtskostenzuschüsse und Kreisel mit Ampeln zu investieren.

"Wir von GUT-NASS sind weiterhin der Ansicht, dass die vorhandene Wasserfläche finanziell und attraktiv gehalten werden kann. Hierzu braucht es etwa 10 Jahre, eine Gesellschaft mit fachkompetenten Personen, einen Bürgerfonds, ein "Sportlerhostell, konsequenter Umbau zu Kombibäder mit individuellen und innovativen Ideen je Bad, eine touristische Ausrichtung auf nationale und internationale Sportler aus dem Breitensport und zuletzt eine intensive Verflechtung mit dem Gesundheitsbereich, so Baumgarten.

 

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