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Samstag
25. Mai 2019
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Pflege wohin? - Wege aus der Sackgasse

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Um Ihren einen kleinen Einblick in das Buch zu verschaffen,

veröffentlichen wir hier das Vorwort vom

Autor Werner Tigges, Dipl.-Sozialpädagoge

 

 


Die Frage, die sich beinahe jedem stellt, der sich dem Thema “alt werden” befasst, ist die: Bin ich schon alt? Oder wann werde ich alt sein?

Mir sind Statements in Beratungsgesprächen begegnet, wo 80jährige Personen gesagt haben: “Wenn ich mal alt bin, dann könnte ich mir diese Lösung auch vorstellen.”

Für unseren jüngsten Enkel (2,5 Jahre) ist das sehr einfach. Er fragte meine Frau: “Bist du schon eine alte Oma?” Auf die Gegenfrage wie er darauf komme antwortete er: “Du hasst solche Striche im Gesicht.” Zack, Urteil fertig: alt. So einfach kann das sein.

Alt sind in der Regel immer nur die anderen. Mann kann das Alter - frei nach Heinrich Böll - an den Gesichtern derer sehen, die man jung gekannt hat.

Was macht es eigentlich so schwer, sich auf das einzustellen, wozu man im Grunde genommen die längste Vorbereitungszeit hat?

Ich kann das nicht schlüssig beantworten, habe lediglich Fantasien dazu.
Dabei geht mit Alt sein nicht einmal automatisch der Zustand der Pflegebedürftigkeit einher. Das sind schon Dinge, die man schön sauber trennen sollte. Doch in den Köpfen der meisten Menschen sind diese beiden Zustände ein unzertrennliches Paar. Vielleicht fällt deshalb der Zugang so schwer.

Die Möglichkeiten, die man sowohl im Alter als auch bei der Pflege hat, sind sehr vielfältig und sollten sicherlich auch sehr kontrovers diskutiert werden. Da gibt es nicht nur landesspezifische Unterschiede, auch innerhalb eines Landes findet man nicht nur unterschiedliche Angebote sondern auch qualitative und preisliche Unterschiede, die man erst bei genauem Hinsehen erkennen kann (siehe auch GEK-Pflegereport 2009). Preisunterschiede, die teilweise mehrere hundert Euro betragen und die nicht mit höherer Qualität einhergehen - sondern einzig und allein mit der geographischen Lage beschreibbar (nicht erklärbar) sind.

Das Buch “PFLEGE WOHIN” zeigt eine vorsichtige Annäherung zwischen Experten aus unterschiedlichen Fachrichtungen.

Zu Beginn des Disputes zeigt sich auf Seiten der Pflegefachleute eine deutlich ablehnende Haltung gegenüber der so genannten 24-Stunden-Betreuung, zu der ich nach langjähriger sozialpädagogischer Tätigkeit gekommen bin. Mein Zugang ist in der Tat ein streng sozialarbeiterischer.
Diese Ablehnung ist mir nicht neu, sie begegnet mir immer wieder vor allem dann, wenn dieses Thema nur aus der Entfernung - und das meist sehr argwöhnisch - beguckt wird.

Im Laufe einer sehr offenen, teilweise hitzigen Debatte konnten die Standpunkte aller Beteiligten offen gelegt und somit auch der Blick für eine gerechte Beurteilung geschärft werden.

Die 24-Stunden-Betreuung ist und bleibt eine Ergänzung für bestehende Hilfesysteme, ohne diese zu ersetzen. Das haben in Deutschland schon viele Wohlfahrtsverbände eingesehen, indem sie sich zu offenen Kooperationen mit GKT-Serwis bekennen - das war vor 2 Jahren noch nicht denkbar.

Hier setzt sich allmählich die Erkenntnis durch, die auch Politiker - allerdings (noch) hinter vorgehaltener Hand - sich gegenseitig zuflüstern: Ohne dieses Angebot der 24-Stunden-Betreuung wäre unser Hilfesystem schon längst zusammengebrochen.

In der Hoffnung, diesen Zusammenbruch unseres Hilfesystems nicht erleben zu müssen, wünsche ich viel Freude mit dem Buch “PFLEGE WOHIN” und den Mut zur aktiven Gestaltung der Zukunft.

Broschiert: 160 Seiten
Verlag: Books on Demand; Auflage: 1 (12. März 2010)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839164443
ISBN-13: 978-3839164440
Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 14,6 x 1,2 cm
Preis: 12,90 Euro

Bestellt werden kann das Buch entweder bei www.amazon.de.

Pressekontakt:
Werner Tigges
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www.24stundenbetreut.com
Telefon: 08000 - 180 100

 

 

 

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