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Samstag
25. Mai 2019
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VdK fordert dynamische Rentenanpassung ohne Kürzungsfaktoren

VdK-Präsidentin Mascher: "Oberste Priorität beim 'Regierungsdialog Rente' muss die Bekämpfung der Altersarmut haben"

Anlässlich heute veröffentlichter Berichte, nach denen das Niveau der gesetzlichen Rente bis zum Jahr 2025 um 10 Prozent sinken wird, forderte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, die Bundesregierung auf, die drohende Altersarmut in Deutschland zu bekämpfen. Dies müsse beim bevorstehenden "Regierungsdialog Rente" ganz nach oben auf die Tagesordnung.

"Beim Thema Altersarmut gibt es kein Erkenntnisproblem mehr. Wir haben ein Umsetzungsproblem", betonte Mascher. Sie forderte die Bundesregierung auf, die Abschlagsfaktoren bei der Rentenanpassung abzuschaffen, um den Sinkflug der Renten zu stoppen. "Die Rentenkürzungsfaktoren wie der Riesterfaktor führen seit Jahren zu Nullrunden und Minierhöhungen bei den Altersrenten. Sie bewirken, dass die Rentenanpassung stets hinter einer positiven Lohn- und Gehaltsentwicklung zurückbleibt. Auch bei den Rentnern muss der Aufschwung wieder ankommen!", forderte die VdK-Präsidentin.

"Preissteigerungen, wie etwa bei Energiekosten und Lebensmitteln, und zusätzliche Belastungen in der Kranken- und Pflegeversicherung nagen zudem über Jahre hinweg an der Kaufkraft der gesetzlichen Rente und verschärfen das Risiko der Altersarmut", so Mascher.

Mascher forderte die Bundesregierung zudem auf, die Rente nach Mindesteinkommen wieder einzuführen. "Damit wäre ein Mindeststandard an Alterssicherung für Millionen Geringverdiener gewährleistet, die ein Leben lang gearbeitet haben und mehr als Grundsicherung im Alter verdient haben". Auch Erwerbsminderungsrentner müssten vor Rentenkürzungen bewahrt werden: "Menschen, die wegen einer Krankheit nicht in der Lage sind, das gesetzliche Renteneintrittsalter zu erreichen, dürfen nicht in die Altersarmut abgedrängt werden."

Mascher forderte die Bundesregierung auf, von einer Absenkung des Rentenbeitrags abzusehen und die Überschüsse der Rentenkassen lieber in die Bekämpfung und Vermeidung von Altersarmut zu investieren. "Die Bundesregierung muss die günstigen finanziellen Bedingungen nutzen und jetzt einen konkreten nationalen Aktionsplan zur Bekämpfung von Armut auf den Weg bringen."

Quelle: Sozialverband Deutschland VDK

 

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